Entschleunigende Lesung

Die „Entschleunigende Lesung“ ist ein Textprojekt im Öffentlichen Raum an einem sogenannten Nicht-Ort (non-lieu nach Marc Augé). Die Lesung stellt bewusst einen scharfen Kontrast zur Eile und zur stresserzeugenden Soundscape des Transit-Ortes her, indem sie eine Oase der Gemütlichkeit, des Sinkenlassens und des Aussteigens suggeriert. Diese Oase ist allerdings eine Illusion und muss immer wieder an der Realität scheitern.
Die „Entschleunigende Lesung“ nimmt sich nichts anderes zum Ziel, als Verwunderung zu stiften.

+++VORRÜBERGEHEND PAUSIERT+++

Jeden Donnerstag von 12-14 Uhr lese ich in der Vorhalle des S-Bahnhof Prenzlauer Allee aus dem Buch 7 Jahre in Tibet des Bergsteigers und Geografen Heinrich Harrer vor.

Über das Buch

Harrer befand sich, als der 2. Weltkrieg ausbrach, gerade auf Expedition in Indien, welches damals noch unter Britischer Herrschaft stand, und wurde als Kriegsgefangener in einem Lager festgehalten. Er versucht – mal mit Kameraden, mal auf eigene Faust – mehrfach auszubrechen, um in das neutrale Tibet zu fliehen, was ihm beim fünften Versuch schließlich gelingt.

Nach Schilderung der Abenteuer auf der Flucht wird ihm nach zähen Verhandlungen und harten Entbehrungen Asyl gewährt. Er lernt den damals kindlich jungen 14. Dalai Lama kennen, lebt bei ihm am Hof und geht mit ihm einen lebenslangen Freundschaftsbund ein.

Durch die Tatsache, dass bald darauf die Rotchinesen in Tibet einfielen und große Teile der alten Kultur auf immer zerstörten, ist dieses Buch auch das letzte authentische Zeugnis der Bräuche dieses merkwürdigen, liebenswerten Volkes.

Kurz und bündig

Wann? Jeden Donnerstag von 12-14 Uhr.
Wo? S Prenzlauer Allee (*wenn durch Straßenmusik besetzt: S Bornholmer Straße!)
Was mitnehmen? Ein Kissen zum Sitzen. Gerne auch Snacks.