sinnlos, weil leer

Die Tage drehen sich im Kreis,
wehrlos wabert die Zeit
in ihrer Kreisesmitte,
kein Verlangen,
keine Schritte,
kein Augenblick der ewig weilt,
und dachtest es wäre so schön endlich allein zu sein,
kein Sonnenschein und kein Gewitter,
kein Sonnenschein und kein Gewitter…
weit und breit.

Du wirkst noch ziemlich verpeilt,
weißt grad‘ nicht ob du’s noch weißt:
Was hat dich da geritten?
Habt ihr wirklich laut gestritten?
Oder kroch der Zorn ganz leis‘
und kochte über und kratzte, bis alles kalt und kreidebleich,
das Wort von ihren Lippen?
Kein Wort von ihren Lippen!
Kein Hauch von ihren Lippen
und kein Schrei.

Gedanken ziehen ohne Schweif
an dir wie leblose Fäden vorbei
und binden die Eindrücke
fest zu einer Gedächtnislücke.
Was jagte dir durchs Bein?
Was verscharrte dann die Trümmer nachts im weiten Wald?
Die Trümmer deiner Brücke!
Einst trug sie tausend Tritte,
einmal nur tausend Tritte,
einst als Teil…

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