Schlachtfeld der Liebe

An den Säbeln klebt noch Blut,
alle Kleider sind zerfetzt,
wir liegen weinend in der Ecke,
frustriert und schwer verletzt.
Warum haben wir begonnen,
niemand kann sich mehr erinnern,
niemand hat gewonnen,
doch das Gebäude liegt in Trümmern.

In den Hirnen webt ein Gift
sein feines unsichtbares Netz
und wie unbesorgte Fliegen
sind wir frisch hinein gehetzt.
Wie können wir verdrängen,
dass nur Liebe kann uns heilen,
wenn wir in den Seilen hängen,
durchbohrt von Amor’s Pfeilen.

Aus den Augen blitzt die Wut,
eine Seuche wie die Pest,
die sich nun bei Neuberührung
in ein fremdes Wesen ätzt.
Wir haben uns aufgegeben,
nein: wir zerspalteten das „Wir“
mit den Äxten uns’rer Seelen.
Nur der Hass hat triumphiert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s