Auenwald, am 18.5.2018

Hinter Wiesen und Gärtchen,
fernab vom Insektengesurr,
dort wo das natürliche Märchen
sich ausspricht, das in mir wohnt,
sitz‘ ich auf einem Steine,
leg‘ mir ein Bein auf’s Beine,
zupf‘ an meinen Barthärchen
und frag‘ mich, ob es sich lohnt,

jemals zurückzukehren
ins Getöse am Hauptbahnhof,
wo der mit Ängsten, die sich vermehren,
bepackte und anthropophob
geword’ne Mensch unter Seinesgleichen,
sich als anteilnahmsloses Teilchen
für postmoderne Chimären
verirrt, verknotet und tobt.

Doch was sitz‘ ich allein zwischen Bäumen,
wo es mich noch mächtiger quält,
dass die Pfade zu meinen Träumen
neben mir kein anderer wählt?
Adieu – ihr natürlichen Märchen!
– und vorbei an den Wiesen und Gärtchen
geht’s zurück in die Welt hinter Zäunen,
wo ich lern‘ was wirklich zählt.

Ob es sich lohnt
zu lernen, was wirklich zählt?

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